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Til Schweigers krampfhafte Komik: „Zweiohrküken“

Donnerstag, 10 Dezember 2009 09:52 von Melissa Grimm

Zweiohrküken“ ist die Fortsetzung des bereits erfolgreichen Kinofilms „Keinohrhasen“ mit Til Schweiger. Der zweite Teil spielt zwei Jahre später und erzählt die Geschichte des unterschiedlichen Paares Ludo (Til Schweiger) und Anna (Nora Tschirner) weiter. Doch die Beziehung bleibt nicht so glücklich, wie gedacht.

Beziehungszwist beim Kindergärtner-​Paar

Denn der Alltag ist auch bei ihnen eingekehrt, was unter anderem daran liegt, dass Ludo seinen Job als Klatschreporter aufgegeben hat und nun als Kindergärtner an der Seite von Anna tätig ist. Als Ludos Ex-​Freundin Marie dann noch auf der Bildfläche erscheint, wird Anna von ihrer Eifersucht gepackt, die auch berechtigt ist. Denn die alte Liebe von ihm kämpft immer noch um ihn.

So wird Anna immer mehr zu einem Kontrollfreak und spioniert in Ludos Privatsphäre herum. Ludo gefällt das ganz und gar nicht und fordert mehr Freiraum ein. Genau zu diesem Zeitpunkt taucht allerdings Ralf, der Ex-​Freund von Anna auf, der sich auch noch in der Wohnung von dem Paar einnistet und Ludo mit seiner Art ziemlich auf die Nerven geht. Nun ist Ludo gar nicht mehr so sehr mit seinem neu errungenen Freiraum zufrieden.

Höhen und Tiefen – Typische Probleme eines zweiten Teils

Die Erwartungen an die Fortsetzung waren groß. „Keinohrhasen“ hatte in kürzester Zeit die Herzen des deutschen Publikums erobert. Satte 6,3 Millionen Zuschauer stürmten in die Kinos und so wurde die Liebeskomödie zu einem der erfolgreichsten deutschen Streifen. Kein Wunder, dass Til Schweiger, der zugleich Regisseur und Hauptdarsteller ist, den Megaerfolg fortsetzen wollte. Auch wenn er dabei das eigentliche Happy End vom ersten Teil wieder umkippen musste.

In „Zweiohrküken“ sorgen wieder sowohl die kleinen als auch die großen Probleme einer typischen Beziehung für peinliche Situationen, die zum Lachen animieren. Doch nicht immer gelingt dies. Wie in fast jedem Film hat auch „Zweiohrküken“ einige Höhen und Tiefen, was die gewollten Lacher betrifft. Die Frage ist auch, ob „Zweiohrküken“ nach dem großen Erfolg von „Keinohrhasen“ nicht etwas erzwungen und krampfhaft auf den Zuschauer wirkt. Denn was am Anfang so lustig und herzlich rüberkommt, wirkt nach 124 Minuten eher platt und überspielt.

Vielleicht ist Til Schweiger ein wenig zu energisch an den Film herangegangen und hat mit dem Versuch auf komisch zu machen, sich auch ein wenig zu sehr verrannt. Dennoch ist es lohnenswert, die Geschichte von Ludo und Anna weiterhin zu verfolgen. Denn die Schauspieler spielen die Gefühle und Charakterzüge ihrer Figuren hervorragend. Die Fans von Romantikkomödien verlassen sicher auch bei „Zweiohrkücken” nicht enttäuscht den Kinosaal.

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