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(K)ein Herz für Edward: „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“

Sonntag, 06 Dezember 2009 16:34 von Juliane Wendt

Edward ist sooo toll!“, umschwärmen viele 11-​17jährige Mädchen Edward Cullen aus dem Film „Twilight“. Doch der Schauspieler Robert Pattinson verkörpert hier nur eine mittelmäßige Filmfigur. Nach „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ läuft seit dem 26. November „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ in den deutschen Kinos.

Damit hat Regisseur Chris Weitz auch den zweiten Teil von Stephenie Meyers Vampirsaga verfilmt. Der Hype um die Schauspieler Robert, Kristen und Co. geht weiter. Doch ist dieser Rummel wirklich gerechtfertigt? Bereits der erste Film zur „Twilight“-Saga lässt schlussfolgern: Nein. Doch auch der aktuelle Film und dessen Schauspieler werden von der Öffentlichkeit mehr gelobt, als kritisiert.

Gute Handlung falsch verfilmt

Zugegeben: „New Moon“ hat eine gute Handlung. Dass sich ein Mensch in einen Vampir verliebt und beide dadurch viele Hindernisse überwinden müssen, klingt nach einem wunderbaren filmischen Stoff. Doch einiges scheint hier schiefgelaufen zu sein. Die Rollen sind völlig fehl besetzt, die Figur der Bella (Kristen Stewart) wirkt die ganze Geschichte über monoton und ohne einen Ansatz der Weiterentwicklung. Vermeintlich romantische Szenen gefallen höchstens jenen weiblichen Teenagern. Doch gerade das ist es, was diesen Film ausmachen sollte: Die Liebe zwischen Bella und Edward sollte darüber hinwegtäuschen, dass beide völlig verschiedene Wesen sind. Manche wichtige Szenen werden aber viel zu kurz dargestellt, andere weniger wichtige in die Länge gezogen.

Zehnmal schlechterer Durchschnitt

Es ist ein durchschnittlicher Film von 130 Minuten Länge mit einer durchschnittlichen Handlung, durchschnittlichen Figuren und durchschnittlicher Romantik. Mehr nicht. „Titanic“ war zehnmal romantischer, „Herr der Ringe“ zehnmal fantastischer und „Fluch der Karibik“ zehnmal spannender. Zudem spielte Robert Pattinson den Zauberschüler Cedric Diggory in „Harry Potter“ zehnmal besser. Daher erscheint es nur unverständlich, warum der erste Teil der Twilight-​Vampirsaga vier Tage vor dem offiziellen Start als Vorpremiere in den Kinos lief, während Klassiker wie Matrix nur einen Abend vorher in den Kinos gezeigt wurden.

Natürlich dürfen die weiblichen Teenager trotzdem für Edward schwärmen und natürlich dürfen Millionen Menschen die „Twilight“-Filme mögen. Doch den Hype um Filme, deren Titel aus gelangweilten Variationen von Tageszeiten bestehen, muss man deswegen nicht verstehen. Edward bleibt trotzdem ein Star junger Mädchen, auch dann wenn die Produzenten ihre nächsten Filme konsequenterweise „Twilight — Bis(s) zum Fünf-​Uhr-​Tee“ und „Twilight — Bis(s) zum Gute-​Nacht-​Kuss“ nennen. Auch „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ bleibt nur ein schlechter Film für schlechten Geschmack.

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