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Greenpeace-​Studie belegt EU-​Subventionen für kriminelle Fischereipraktiken

Dienstag, 04 Oktober 2011 14:28 von BN-​Redaktion

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace legt in einer aktuellen Studie dar, wie mit Steuergeldern illegale Fangpraktiken großer Fischereikonzerne finanziert werden. Vor allem Spanien als Hauptempfängerland der Subventionen rüste mit den Geldern seine Industrieflotte auf. In der aktuellen Subventionsperiode erhalte das Land über eine Milliarde Euro an Fischereibeihilfen – mehr als doppelt so viel wie jede andere Nation. Obwohl die meisten europäischen Speisefischbestände als überfischt gelten, würden weiterhin Industrieflotten subventioniert.

Exemplarisch legt die Studie die Subventionen anhand der Förderung für den galizischen Familienkonzern Vidal offen. Dieser erhielt zwischen 2002 und 2009 über 16 Milliarden Euro an EU-​Fördergeldern, obwohl mehrfach international gegen ihn ermittelt wurde. Vorgeworfen wurde dem Unternehmen „illegale, unregulierte oder undokumentierte Fischerei, Fangquotenüberschreitungen oder Fälschung von Fangaufzeichnungen“.

Maria Damanaki, EU-​Kommissarin für maritime Angelegenheiten und Fischerei erklärte nach Vorlage der Untersuchungen, die Anschuldigungen würden bereits von der EU-​Kommission und den spanischen Behörden verfolgt. Greenpeace fordert von der EU-​Kommission den Abbau von überschüssigen Fangkapazitäten durchzusetzen, die Fischereiflotte umzubauen und schonendere Fangmethoden vorzuschreiben, die Einrichtung von Schutzgebieten und eine scharfe Kontrolle und harte Sanktionen für Verletzungen der Vorgaben.

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