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Felix Menzel: Die Ausländer

Donnerstag, 05 Februar 2015 10:08 von BN-​Redaktion

Soeben ist der fünfte Band unserer Schriftenreihe BN-​Anstoß erschienen: Felix Menzel erklärt in „Die Ausländer“, warum der Einwanderungsdruck in den nächsten Jahren noch zunehmen wird.

Das Thema „Einwanderung“ beschäftigt Menzel seit vielen Jahren: Unter anderem war er Onlineredakteur der Chronik „Deutsche Opfer“ und dokumentierte Fälle von Ausländergewalt. Im letzten Jahr erarbeitete er zudem eine Studie für das Institut für Staatspolitik über die Asylpolitik in Deutschland und Europa.

Zu Einwanderungswellen kommt es, wenn Außenpolitik scheitert.

Sein neues Buch Die Ausländer. Warum es immer mehr werden (BN-​Anstoß V, 100 S., 8,50 Euro) bietet nun eine umfassende Analyse der internationalen Migrationsbewegungen. Aufgrund der weltweiten Vernetzung, der Überbevölkerung und der Utopie globaler Gerechtigkeit werde der Einwanderungsdruck auf Deutschland und Europa in den nächsten Jahren noch zunehmen, ist sich Menzel sicher.

Die Proteste rund um PEGIDA in den letzten Monaten haben gezeigt, daß großer Klärungsbedarf bei diesen Fragen besteht. Menzel wählt dabei einen originellen Zugang: Er hält nicht viel davon, Migration als ein Teilgebiet der Innenpolitik zu betrachten und nur darüber zu streiten, wie Ausländer am besten integriert werden können. Vielmehr hätten die wohlhabenden Staaten des Westens immer dann mit größeren Einwanderungswellen zu kämpfen, wenn ihre Außenpolitik scheitert. Der „Krieg gegen den Terror“ seit dem 11. September 2001 habe zum Beispiel einzig und allein dazu geführt, daß es inzwischen noch mehr islamistische Terroristen und Flüchtlinge aus dem Nahen und Mittleren Osten gibt.

Die Entwurzelung des Menschen durch den Wachstumszwang

Doch die Probleme liegen noch viel tiefer: Menzel beschäftigt sich damit, welche Auswirkungen Massenmigrationen auf die Herkunftsländer haben, ob Entwicklungshilfe eine Lösung sein kann und welche Rolle die Menschenrechte bei der Entstehung von Flüchtlingsströmen spielen. Außerdem kritisiert er den Wachstumszwang des Westens, der ebenfalls die Entwurzelung von Menschen begünstige und sie damit keineswegs glücklicher mache, wie etliche Studien belegen.

Wer nun aber glaubt, das Zeitalter der Masseneinwanderung lasse sich einfach so beenden, indem die europäischen Nationalstaaten die Tore wieder schließen, der unterschätzt die Komplexität der gegenwärtigen Situation gewaltig. Statt dem Rest der Welt die eigene universalistische Ideologie beibringen zu wollen, sollten Deutschland, Europa und der Westen ihren möglichen Teil dazu beitragen, die Welt bewohnbarer zu machen.

Wie das gelingen kann und warum wir statt der Menschenrechte ein „menschliches Minimum“ brauchen, erklärt Menzel in seinem neuen Buch. Neben der internationalen Lage geht er aber auch auf ganz aktuelle Debatten wie die Überalterung, den Fachkräftemangel, die Armutseinwanderung und die Asylfrage ein.

Das Buch umfaßt 100 Seiten und kann hier für 8,50 Euro bestellt werden.

Felix Menzel: Die Ausländer. Warum es immer mehr werden. 100 S., 8,50 Euro. Chemnitz 2015.

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